Hautkrebs

Hautkrebsvorsorge

Bild Hautkrebsvorsorge © Volker Peters

Die Sonnenstrahlung ist wegen einer Vielzahl positiver Wirkungen für uns Menschen notwendig; für die Stoffwechselprozesse des Körpers, für die Vitamin-D-Synthese sowie für ein psychisches Wohlbefinden. Der kosmetische Effekt der Bräunung und der Gewinn an Attraktivität verleiten viele Menschen dazu, mit der Sonne sorglos umzugehen. Aus hautärztlicher Sicht ist hier aber Mäßigung anzuraten. Chronische Lichtschäden, vorzeitige Hautalterung mit Faltenbildung und verstärkten Äderchen, aber auch die Entstehung von Hautkrebs können die Folge einer übermäßigen Besonnung sein.

Ziel der Hautkrebsvorsorge ist es, Hautkrebs in einem Frühstadium zu erkennen, zu behandeln und damit zu heilen. Die Hautkrebsvorsorge-Untersuchung beinhaltet die vollständige Untersuchung Ihrer Haut einschließlich der Kopfhaut sowie Beratung hinsichtlich Ihrer Pigmentflecke, Ihres Hauttypes und Ihres Risikos.

Alle gesetzlichen Krankenkassen tragen ab einem Alter von 35 Jahren die Kosten für eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung, diese allerdings nur mit bloßem Auge. Die Untersuchung mit einem Mikroskop bedarf einer Zuzahlung. Einige Krankenkassen bieten auch schon für jüngere Patienten diese Leistung an. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach der jeweiligen Erstattung.

Als Zusatzleistung zur Hautkrebsvorsorge bieten wir einen Test zur Früherkennung von Mundhöhlen -und Rachenkrebs an. Diese oftmals erst sehr spät diagnostizierte Erkrankung kann an allen Schleimhäuten der vorderen Mundhöhle sowie des Rachens inklusive der Mandeln auftreten und ist nicht durch eine routinemäßige Sichtuntersuchung zu erfassen. Bei diesem qualitativen Antikörpertest wird ein Tropfen Blut benötigt und das Testergebnis liegt ca. nach 20 min vor. Als häufigste Ursache dafür wird eine stumme Infektion mit dem Papillomvirus HPV 16 angesehen. Dieser Test wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Hautcheckbogen
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Erweiterte Hautkrebsvorsorge

Zusätzliche Untersuchung zur Erkennung von Mund- und Rachenkrebs.

Alarmierende Erkenntnis: An dieser Krebsart sterben jedes Jahr mehr als doppelt so viele Menschen wie im Straßenverkehr

Gerade in der Übergangszeit denkt man bei Heiserkeit, Husten und Schluckbeschwerden eigentlich eher an eine Erkältung, als daran an Mund- und Rachenkrebs erkrankt zu sein. Verschwinden die Symptome aber nicht binnen 2 Wochen, sollte man sich gezielt untersuchen lassen. Am sichersten ist jedoch eine regelmäßige Krebsvorsorge.

Zahlreiche Prominente wie Hollywood-Schauspieler Michael Douglas, Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts, Beatles-Gitarrist George Harrison und der Hamburger Schauspieler Jan Fedder sind oder waren von Mundhöhlenkrebs betroffen. Jährlich erkranken in Deutschland rund 18.000 Menschen neu an dieser Krankheit – mit steigender Tendenz. Mund- und Rachenkrebs tritt gehäuft ab dem 40. Lebensjahr auf. Bei Männern handelt es sich sogar um die 5. häufigste Krebserkrankung überhaupt. Sie erkranken rund dreimal häufiger als Frauen.

Besonders fatal ist, dass diese Krebsart, die von Spezialisten zusammenfassend als Kopf-Hals-Tumoren bezeichnet wird, in der Bevölkerung relativ unbekannt ist. „Es ist ein Teufelskreis!“, sagt Dr. Ralf Hilfrich, Virologe und Spezialist für HPV-bedingte Tumorerkrankungen. „Das geringe Bewusstsein der Bevölkerung für diese Krebsart führt dazu, dass Symptome erst spät wahrgenommen werden. Zum Zeitpunkt der Diagnose ist die Erkrankung dann meist schon weit fortgeschritten und führt häufig recht schnell zum Tod. Es fehlt vielen Patienten sozusagen die Zeit, öffentlich über ihre Krankheit zu sprechen und so das allgemeine Bewusstsein über die Gefahr zu schärfen.“

Ein brisanter Trend: Die klassischen Risikofaktoren in Form von Tabak- und Alkoholkonsum treten bei der Krebsentstehung allmählich in den Hintergrund. Die zunehmende Häufigkeit von Mund- und Rachenkrebs wird seit einigen Jahren auf die Infektion der Schleimhäute mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) zurückgeführt, welches bei Frauen auch für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich ist. Nichtraucher und Alkohol-abstinente Menschen wägen sich daher häufig in falscher Sicherheit.

Früherkennung rettet Leben. Zur Sicherheit für Arzt und Patient setzen moderne Praxen einen Bluttest ein. „Der Nachweis von speziellen Antikörpern im Blut ist die beste Methode um auch versteckte Erkrankungsherde zu erkennen.“ erklärt Dr. Hilfrich. „Dadurch wird die Früherkennung dieser speziellen Krebsart entscheidend verbessert. Aufmerksame Dermatologen beispielsweise schauen sich im Rahmen der Hautkrebsvorsorge die vordere Mundhöhle mit an. Der Antikörper-Nachweis ergänzt die Untersuchung um die Bereiche, die mit bloßem Auge nicht einsehbar sind.“.

In der Tat rettet das neue Verfahren täglich Menschenleben, denn auch bei Mund- und Rachenkrebs gilt: Wenn man die Erkrankung früh entdeckt, als kleine und örtlich begrenzte Auffälligkeit, ist die Prognose in der Regel sehr, sehr gut.

Mund und Rachenkrebs Aufklärung
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Prophylaxe und Vorsorge des schwarzen Hautkrebses (Malignes Melanom)

Jede uns auffällige Pigmentveränderung wird durch einen kleinen operativen Eingriff in unserer Praxis entfernt und danach histologisch (feingeweblich) untersucht. Nur anhand dieser Untersuchung kann man eindeutig feststellen, ob aktive Zellen in der entsprechenden Pigmentveränderung waren und sich hätte daraus über einen längeren Zeitraum Hautkrebs entwickeln können. Dieser kleine und kaum spürbare Eingriff ist mit wenig Aufwand die beste Prophylaxe vor schwarzem Hautkrebs, denn aus einer Narbe kann kein Krebs mehr entstehen.

Die Kosten für die Entfernungen mit anschließender histologischer Untersuchung von krebsverdächtigen Gebilden übernimmt die gesetzliche Krankenkasse.

Photodynamische Therapie des hellen Hautkrebses - mehr als eine moderne Therapie

Die PDT eignet sich für die Behandlung von stark lichtgeschädigter Haut; sog. aktinischen Keratosen als Hautkrebsvorstufen und flachen hellen Hauttumoren ohne Pigment.

Zunächst wird im Bereich der Hautveränderung eine chemische Substanz (Aminolävulinsäure) als Creme aufgetragen, die ca. 3 h in die Haut einwirken sollte, sich dabei vor allem in den geschädigten und veränderten Zellen einlagert. Um das Eindringen in die Haut zu erleichtern, wird das Behandlungsareal mit einer Folie abgedeckt und mit einem lichtdichten Verband versehen. Nach dieser Einwirkzeit wird das entsprechende Hautareal mit einer roten oder grünen Lichtquelle belichtet. Die chemische Substanz wird durch diese Belichtung aktiviert und zerstört nun die geschädigten Zellen von innen heraus; die gesunden Zellen nehmen dabei keinen Schaden.

Nach der Behandlung kommt es zu Rötungen u.U. auch Schwellungen der Hautregion, anschließend zu einer Krusten -und Schorfbildung, da die abgetöteten Zellen vom Körper abgestoßen werden. Die Krusten fallen von selbst ab; sollten nicht mechanisch entfernt werden. Bei sehr starker Reaktion sind vorübergehende Schmerzen; ggf. Blasenbildung und auch eitrige Entzündungen mit reaktiver Lymphknotenschwellung möglich, diese verschwinden innerhalb von 3-6 Tagen vollständig. In diesem Falle können Sie die betroffene Hautstelle kühlen. Selten können bleibende Pigmentverschiebungen aber auch minimale Narben entstehen. Direktes Sonnenlicht sollten Sie für mindestens 48 Stunden nach der Behandlung meiden. Eincremen der entsprechenden Hautstelle sollte erst wieder erfolgen, wenn der Schorf sich vollständig abgestoßen hat, in der Regel ca. nach 3 Wochen.

Bei der Tumorbehandlung besteht das Risiko, dass der Tumor an derselben Stelle erneut wächst (Rezidivrisiko), wenn nicht alle Tumorzellen durch die Therapie zerstört wurden. In diesem Falle kann die Therapie wiederholt werden; ggf. kann dann aber auch eine Operation notwendig werden. Eine Erfolgsgarantie lässt sich jedoch auch in diesem Fall nicht geben.

Zur Vermeidung weiterer Lichtschäden sollten Sie nach abgeschlossener Wundheilung Ihre Haut konsequent mit einem Sonnenschutzpräparat mit LSF 50+ schützen.

Aufklärung PDT
Wünschen Sie eine PDT-Behandlung in unserer Praxis, so können Sie sich im Vorfeld die notwendige Aufklärung hier runterladen und bringen diese bitte ausgefüllt und unterzeichnet zum Termin mit.
Aufklärung PDT.pdf
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Hier finden Sie uns

Praxis Dr. med. Susanne A. M. Millner
Steinweg 2
06110 Halle (Saale)

Telefon: +49 345 4700866

E-Mail: info@hautarzt-halle.de

 

Nutzen Sie auch gerne unser Kontaktformular.

Sprechzeiten

 

Montag 8.15 - 14.00 Uhr
Dienstag 14.00-19.00 Uhr
Mittwoch 8.15 - 14.00 Uhr
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